Dienstag, 13. Juni 2017

Doppelte Belichtung - ein analoges Fotoprojekt zweier Fotografen

Meistens sind Fotografen Einzeltäter. Jeder hat seine fotografischen Vorlieben und Zeiten für sein Fotohobby. Gelegentlich ist aber eine gemeinsame fotografische Aktivität sehr anregend, inspirierend und motivierend. Ein gemeinsames Fotoprojekt gibt ein Ziel vor.

Wir, der Fotograf Mario Heide und ich, wohnen fast 180 km voneinander entfernt und machen trotzdem gemeinsam eine Fotografie. Ein Fotoprojekt macht es möglich: zwei Belichtungen von zwei Fotografen auf den gleichen Film. Vor Jahren las ich in einer Publikation von einem solchen Fotoprojekt eines deutschen Fotografen mit einem japanischen Fotokollegen. Der Reiz: die völlige Unkalkulier-barkeit, der blanke Zufall und das unvorhersehbare fotografische Resultat.

Sag niemals nie!
Wie läuft es praktisch ab? Als ersten Schritt machen wir beide einen fototechnischen Rück-Schritt. Wir werden analog auf Film fotografieren, wo wir die Jahre vorher nur digital fotografiert haben. Dabei hatte ich mir fast geschworen, nie wieder analog zu fotografieren... . Nun ja, sag niemals nie - jedenfalls fotografieren Mario und ich auf Empfehlung von Christian jeweils zwei Fujicolor 200 - 36-er Filme mit selbst bestimmten Fotomotiven, von denen der jeweils andere Fotograf nichts weiß. Dann spulen wir die Filme vorsichtig zurück, damit die Filmlasche aus dem Patronenschlitz noch herausragt, verpacken die Filme postversandgerecht und schicken uns die belichteten, unentwickelten Filme gegenseitig zu. Was folgt, ist eine zweite Belichtung mit ganz anderen Motiven. Die Folge sind Doppelbelichtungen, die zudem auch nicht deckungsgleich sein werden. Eine unkalkulierbare Sache, aber höchst spannend. Nach der Filmentwicklung, bei der Negativstreifen vom Fotolabor nicht zerschnitten werden soll, folgt eine Digitalisierung, die auf professionellem Niveau von unseren Fotofreund Christian durchgeführt wird. Und dann wird es am PC-Monitor spannend ... .

Erste Übungen machen (hoffentlich) später die Meister 
Auf Marios Anregung hin haben wir erst einmal digital geübt. Jeder hat 10 Bilder digital fotografiert, von A bis J durchbenannt und uns gegenseitig zugemailt. Mario hat die jeweils korrespondierenden Dateien in einer genau vorher festgelegten Reihenfolge mit GIMP zusammenaddiert.
Hier eine kleine Auswahl der ersten Ergebnisse:






Weitere Ergebnisse sowie eine interessante und amüsante Schilderung hat Mario in seinem Blog "Linsensuppe" ( http://www.linsen-suppe.de/blog-20170612-doppelt-h%C3%A4lt-besser ) eingestellt.

Diese Woche geht es nun analog los - und wir werden in unseren Blogs davon berichten.
    

Sonntag, 9. April 2017

Rügen: Portraitshooting mit Edyta











Alle Bilder wurden mit einer Fuji X-E2 und dem Helios 44-2 (2/58) aufgenommen. 
Bildkritik ist - wie immer - sehr willkommen.

Montag, 3. April 2017

Rügen: Portraitshooting mit Marcus

Am dritten Tag unseres Rügen-Fototreffens standen uns mit Edyta und Marcus zwei sehr nette und fotogene Models für ein Portraitshooting zur Verfügung. 
Hier Marcus, alias "Wrensch29" bei model-kartei.de .











Alle Bilder entstanden mit einer Fuji E-X2 und dem Helios 44-2 (58/2,0).
Die Bilder von Edyta folgen demnächst.

Donnerstag, 30. März 2017

Rügen: Lost Place eines lange verlassenen Bauerngehöfts

Die folgenden Bilder entstanden während eine viertägigen Fotoreise mit sechs anderen Fotografinnen und Fotografen nach Rügen.

Nahe unseres Hotels befand sich ein abgeschiedenes kleines Dorf mit ca. acht Gehöften. Zwei davon waren seit langer Zeit dem Verfall preisgegeben.





Auf dem Boden lag eine Ostsee-Zeitung vom 8. Mai 1975.